Die Achillesferse der Lohnkontrolle

Gute Gesetze wie das Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz sind nur so gut, wie ihre Kontrollkapazitäten. Seit Jahren werden die Personalressourcen der Finanzpolizei ausgedünnt. Das aktuelle Budget schreibt diese politisch gewollte Sollbruchstelle weiter fort. Auf den Spuren der budgetierten Ressourcen der Finanzpolizei: Die Achillesferse der Lohnkontrolle weiterlesen

Wenn aus Woolf Wolfsberger wird

Das Buch „Schafft euch Schreibräume!“ ist ein Plädoyer für feministisches Schreiben, die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte und eine Ermutigung an alle, die gerne für sich oder andere schreiben. Virgina Woolfs Werk und Wirken dient dabei als Start- und Drehpunkt durch das Memoir von Judith Wolfsberger. Wenn aus Woolf Wolfsberger wird weiterlesen

Schauen wir in den Spiegel!

Studien über unsere kollektive Zeitverwendung erzählen eine Geschichte über die Struktur unserer Gesellschaft: Wie sind wir getaktet? Wann arbeiten wir? Wie verbringen wir unsere Freizeit? Wann haben wir Zeit für Beziehungen? Der Vergleich zwischen Zeitreihen oder auch mit anderen Ländern macht deutlich, wie sehr gesellschaftliche und politische Entwicklungen verzahnt sind. Daraus könnte die österreichische Politik lernen und Schlüsse ziehen, weit mehr als sie dies bisher getan hat. Schauen wir in den Spiegel! weiterlesen

Hausarbeit zwischen Wertschöpfung und -schätzung

In volkswirtschaftlichen Rechengrößen, wie dem Bruttoinlandsprodukt, wird unbezahlter Arbeit kein Wert beigemessen. Dabei ist unbezahlte Arbeit aus der Wohlstandsperspektive heraus keinesfalls wertlos. Hausarbeit zwischen Wertschöpfung und -schätzung weiterlesen

Mother-Tasking und wochenendliche Spaßväter

Vereinbaren müssen nur die Mütter. Sie balancieren zwischen Kinderbetreuung und Arbeit/Karriere, sie müssen „alles unter einen Hut kriegen“ und damit ist auch die „Quality Time“ gemeint. Gesellschaftspolitisch ist Teilzeit die Vereinbarkeitsantwort von Frauen auf eine Kultur, die Verantwortung für Kinder Großteils Frauen zuschreibt. Für Väter bleibt der Spaß mit den Kindern am Wochenende und weniger Hausarbeit. Mother-Tasking und wochenendliche Spaßväter weiterlesen

Zeit über das Halb-Ganz für Frauen und Ganz-Mini für Männer nachzudenken

Erwerbstätige Frauen und Männer verbringen gleich viel Zeit mit Arbeit. Doch die Anteile an bezahlter und unbezahlter Arbeit unterscheiden sich selbst dann deutlich, wenn beide erwerbstätig sind. Während Männer im Schnitt 9 Stunden pro Woche länger in der Arbeit sind, arbeiten Frauen 11 Stunden pro Woche mehr im Haushalt und in der Betreuung. Zeit über das Halb-Ganz für Frauen und Ganz-Mini für Männer nachzudenken weiterlesen

Erwerbsarbeit kostet Schlaf

Schlaf hat neben der biomedizinischen auch eine soziokulturelle Dimension. Das zeigt sich zum Beispiel durch den Wechsel von Arbeitswoche und Wochenende. Aber gerade Menschen, die in der Nacht oder am Wochenende arbeiten, schlafen zu wenig. Und erwerbstätige Frauen schlafen weniger als erwerbstätige Männer. Erwerbsarbeit kostet Schlaf weiterlesen

Es ist Zeit – Serie über Zeitverwendung, Zeitverteilung und Zeitpolitik

Zeit scheint auf den ersten Blick gleich verteilt: wir alle haben 24h/Tag. Unsere Tagesabläufe beschreiben allerdings viele verschiedene Zeitwelten: nicht alle haben Zeit für dieselben Tätigkeiten. Die Merkmale der Sozialstruktur, wie Alter oder Geschlecht, sind deutlich in die Zeitstruktur eingeschrieben und sagen viel über unsere zeitlichen Freiheitsgrade aus. Es ist Zeit – Serie über Zeitverwendung, Zeitverteilung und Zeitpolitik weiterlesen

Soziale (Un)Ordnung

„Die Gesellschaft als Urteil“ von Didier Eribon setzt nahtlos an seinem äußerst erfolgreichen Vorläufer „Rückkehr nach Reims“ an. Der französische Soziologe beschäftigt sich darin mit sozialen Ordnungsstrukturen und der Bedeutung von Familiengeschichten und er beschreibt jene Werke, die ihn als „Klassenflüchtling“ bereichert und vorangebracht haben. Eine soziologische und sozialpolitische Reiseliteratur der besonderen Art. Soziale (Un)Ordnung weiterlesen

Mangel: Das Fehlen von Etwas, das vorhanden sein sollte

Die Mangelberufsliste wird von der Regierung als Gradmesser für den Fachkräftemangel bewertet. Zudem gibt es Pläne die Liste zu regionalisieren. Am Problem des Mangels von guten Arbeitsbedingungen in Österreich wird dies jedoch nichts ändern. Immer weniger Betriebe bilden Lehrlinge aus, sondern holen lieber Arbeitskräfte aus Drittstaaten. Mangel: Das Fehlen von Etwas, das vorhanden sein sollte weiterlesen